• Deutsche Bahn will Geldfund von Rentner für sich

    Wie man im Spiegel unter ( http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,567844,00.html ) lesen konnte, hat ein Rentner vor zwei Jahren auf einer Zugtoilette eines ICEs eine Plastiktüte mit fast 400.000 EUR Inhalt gefunden. Wenn sich innerhalb von drei Jahren niemand wegen eines verlorenen Geldbetrags meldet, geht das Geld normalerweise an den Finder über. Das gilt normalerweise, aber nicht innerhalb von DB Zügen.

    Die Deutsche Bahn hat geplant, sich nach 3 Jahren das Geld selbst zu nehmen und den Rentner mit 6000 EUR Finderlohn abzuspeisen. Ich war zwar erstaunt, dass sowas möglich ist, es soll aber den Gesetzen entsprechen.

    Ich werde ziemlich wütend, wenn ich höre, dass die DB Bahn von der Ehrlichkeit seiner, wenn auch naiven, Fahrgäste profitiert. Was für den Rentner sicherlich ein Vermögen ist, ist für die Deutsche Bahn vermutlich gerade die Weihnachtsgratifikation für einen der Herren Bahnvorstände.

    Ich befürchte, der Rentner ist von seinem Hang zur Ehrlichkeit des Finders geheilt und auch viele, die diese Meldung gelesen haben, werden sich in Zukunft vermutlich hüten, gefundene Gegenstände an die Deutsche Bahn abzugeben, sondern wertvolle Dinge gleich behalten, denn Ehrlichkeit wird ganz offensichtlich bestraft.

    Ich hoffe daher sehr, dass Sie nichts mehr in den Zügen der Deutschen Bahn verlieren, besonders kein Bargeld, denn die Chance, es wiederzubekommen, ist nach dieser Geschichte wohl noch geringer als zuvor

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