• US Exporte in den Iran verzehnfacht

    Das amerikanische Handelsministerium wird es freuen: Seit 2001 haben sich die US Exporte von 8,3 Millionen Dollar auf 546 Millionen Dollar (am 20.07.2008 ca. 344,5 Millionen EUR) erhöht (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,566840,00.html). Dies dürfte auch der amerikanischen Exportwirtschaft gefallen, dennoch erstaunt es aufgrund der Tatsache, dass der Anstieg in die Amtszeit von Herrn G.W. Bush fällt, der als US Präsident den Iran ja bekanntermassen zur Achse des Bösen zählt.

    Zudem hatten deutsche Unternehmen in den letzten Jahren öfter Besuch von amerikanischen Vertretern, die unverhohlen mit Konsequenzen drohten, wenn die Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen mit dem Iran nicht einstellten. Die deutschen Politiker blieben untätig. Es geht schliesslich um die Terrorgefahr und die Amerikaner haben das Monopol zu entscheiden, wer derzeit Terroristen ist oder unterstuetzt und wer nicht. China und Russland freute es, denn sie liessen sich nicht von den Amerikanern erpressen und füllten nur zu gern das Vakuum, was danach entstand. (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/242/186652/ )

    Zwar entfielen 158 Millionen Dollar der US Exporte auf Zigaretten, man dürfte aber wohl kaum annehmen, dass es die geheime Strategie der US Regierung ist, das iranische Gesundheitswesen in ein paar Jahren mit Lungenkrebspatienten zu überlasten. Nach Aussage der US Regierung legt man schliesslich Wert auf die Feststellung: „Die Waren aus den USA kämen Bevölkerungsteilen zugute, denen die US-Regierung die Hand reichen wolle“. Vermutlich rauchen Regierungsvertreter nicht.

    Welchen Bevölkerungsteilen mit dem Waffenanteil an den Exporten geholfen werden sollte, weiss ich leider nicht, aber zumindest werden es wenigstens US Erzeugnisse und keine deutschen Produkte sein, mit denen die heiligen Krieger aus dem Iran töten. Die US Wirtschaft blickt also in eine glänzende Zukunft, solange die US Regierung die kafkaeske Gefahr Terror noch ausschlachtet, um deutsche Konkurrenten auf dem Weltmarkt zu behindern.

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